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Weinhänge 
Weinbergkirche Pillnitz
(Foto: Weinbauverband Sachsen e.V./ Günther Rühle)


Weinbau in Sachsen - einst und heute

Als einer der bedeutendsten sächsischen Wirtschaftszweige beeinflusste der sächsische Weinbau jahrhundertelang Landschaft, Kultur und Tradition im Elbtal. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1161. Der Sage nach soll der Meißner Bischof Benno aber bereits 1100 die ersten Reben gepflanzt haben. Wie die Trauben überhaupt den Weg an die Elbe gefunden haben, können die Historiker bis heute nicht endgültig belegen.

Sicher ist, dass die Weinkultur ab dem 11. Jahrhundert eine stürmische Entwicklung nahm, dank fränkischer Siedler sowie der Kirchen und Klöster, die die Rebstöcke hierher brachten. Im 16. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts hinein erlebte der sächsische Weinbau seine Blütezeit: Auf 5000 Hektar Rebfläche, bis an das Elbufer, breiteten sich die Pflanzen aus. Misswuchs, Frost, Kriege und die Einschränkung der Zollgrenzen bereiteten der Erfolgsgeschichte jedoch ein Ende, neue Getränke wie Bier und Tee liefen dem Wein den Rang ab.

Wohl fehlte es nicht an Versuchen, den sächsischen Weinbau zu retten, eine vorübergehende Wende aber brachte erst die Gründung der "Sächsischen Weinbaugesellschaft" im Jahr 1799. Sie eröffnete 1811 in Meißen die erste Winzerschule Europas. In der Folgezeit war jedoch der Niedergang nicht mehr aufzuhalten: Bisher unbekannte Schädlinge, wie der "Echte Mehltau" machten den Winzern zu schaffen. Noch viel verheerender war die Reblausplage, in deren Folge große Teile der Weinbergflächen in Bauland umgewandelt oder für andere Kulturen genutzt wurden.

Nach 1900 kam der Weinbau in Sachsen fast vollständig zum Erliegen: Um 1912 waren nur noch kümmerliche 150 Hektar übrig geblieben, nach dem Zweiten Weltkrieg gar nur etwa 60 Hektar.
In der DDR spielte der Weinanbau eine untergeordnete Rolle. Erst zu Beginn der 1980er Jahre wurde im Elbtal wieder aufgerebt. 1989 gab es dann eine neue Chance für den sächsischen Winzer: Einheitliche Weingesetze ebneten den Boden für eine Rückkehr zu alter Stärke. Weinbaubetriebe und Weingüter entstanden oder wurden wieder gegründet. Die Qualität der Weine rückte dabei immer mehr in den Vordergrund. 1992 schlug die Geburtsstunde der Sächsischen Weinstraße, die von Pirna bis Diesbar-Seußlitz durch das Elbtal führt und heute auf auf vielfältige Weise erlebt werden kann.


Rebsortenspiegel:

Müller-Thurgau
Goldriesling
Riesling
Kerner
Morio-Muskat
Bacchus
Traminer
Elbling
Gutedel
Perle von Zala
Scheurebe
Dornfelder
Spätburgunder
Ruländer
Weißburgunder
Grauburgunder/Ruländer
Regent
Solaris
Frühburgunder
Sonstige
 


Anteile an der Anbaufläche:

Müller-Thurgau
   18,5 %
Riesling
   14,6 %
Weißburgunder
   11,8 %
Grauburgunder/Ruländer
   11,3 %
Spätburgunder
    8,2 %
Traminer
   7,5 %
Kerner
  7,1 %
Dornfelder
   4,9 %
Goldriesling
   4,4 %
Scheurebe
   4,0 %
 
Weitere Rebsorten: Regent, Elbling, Bacchus, Solaris, Frühburgunder, Gutedel
 


Weitere Informationen:

Weinbauverband Sachsen e.V.
Fabrikstraße 16
01662 Meißen

Tel.: 03521/ 76 35 30
Fax: 03521/ 76 35 40
www.weinbauverband-sachsen.de
info@weinbauverband-sachsen.de               
Logo_Weinbauverband
Logo des Weinbauverbandes Sachsen
(Foto: Weinbauverband Sachsen)

 

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